Leitfaden "Sprachliche Förderung am Übergang vom Kindergarten in die Grundschule"

Sprachkompetenz stellt eine unverzichtbare Grundlage einer erfolgreichen Bildungsbiografie dar. Sie ist Voraussetzung für das Gelingen sozialer Prozesse und die erfolgreiche Partizipation an einer vielschichtigen Wissensgesellschaft.

Mit zunehmendem Alter gewinnen der Erwerb und die Ausdifferenzierung der Landessprache immer mehr an Bedeutung für den Bildungserfolg. Der vorliegende Leitfaden zur sprachlichen Förderung am Übergang vom Kindergarten in die Grundschule widmet sich der Unterstützung des Erwerbs der Bildungssprache Deutsch und ist für alle Kinder unabhängig von ihrer Erstsprache konzipiert. Vorrangige Zielgruppe für die Umsetzung sind Sprachförderkräfte in der Schule. Darüber hinaus richtet sich der Leitfaden jedoch an alle Lehrerinnen und Lehrer, da Interaktionen, alltägliche Abläufe, Lernarrangements und Unterricht in allen Gegenständen grundsätzlich Situationen zur Sprachförderung darstellen. Alle Beteiligten im System Schule sind in diesen kontinuierlichen Sprachförderprozess einzubeziehen. Der Schulleitung kommt dabei eine zentrale Rolle zu, um das Bewusstsein für Sprachförderung als Querschnittdimension im Kollegium zu unterstützen.

Bundesländerübergreifender Bildungsrahmenplan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich

Der "Bundesländerübergreifende BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich" wurde vom wissenschaftlichen Team des Charlotte Bühler Instituts im Auftrag der Landesregierungen und im Einvernehmen mit den Expertinen und Experten der Bundesländer erarbeitet. Das BMUKK war durch die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und eine Steuergruppe in den Prozess eingebunden. Der BildungsRahmenPlan ist bewusst offen angelegt und bietet eine Ausgangsbasis für bundesländerspezifische Anteile, Weiterentwicklungen und Schwerpunkte der elementaren Bildung. Der Begriff "elementare Bildungseinrichtungen" umfasst alle institutionellen Formen der Bildung und Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt.

Es wurden in komprimierter Form die Grundlagen elementarer Bildungsprozesse definiert. Schwerpunkte liegen in der Skizzierung eines Bildes vom Kind als kompetentem Individiuum, das als Ko-Konstrukteur seiner Entwicklung handelt; weiters in der Formulierung von Prinzipien, die handlungsleitend für elementare Bildungsprozesse sind, sowie in den theoretischen Ausführungen zu Bildung und Kompetenzerwerb, zu Transitionen und zu pädagogischer Qualität. Die sechs Bildungsbereiche skizzieren im Sinne von Leitgedanken einen Bezugrahmen für die pädagogische Praxis. Die praktische Umsetzung des Bildungsauftrages liegt in der Verantwortung der fachlich qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen. Ihre Arbeit muss durch qualitätsvolle Rahmenbedingungen unterstützt werden.

Durch diesen BildungsRahmenPlan werden der Grundsatz des lebenslangen Lernens und die Bedeutung der Kontinuität des Bildungsverlaufs im österreichischen Bildungskanon unterstrichen. Ziel ist es, durch eine Übereinstimmung hinsichtlich Bildungsverhältnis und didaktischer Ansätze im Elementarbereich sowie im Volksschulbereich die Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen zu erreichen. Auch wenn der Fokus frühkindlicher Bildung auf der Entwicklung von Kompetenzen liegt, stellt das kindliche Spiel weiterhin die wichtigste Form des selbstbestimmten, lustbetonten Lernens in elementaren Bildungseinrichtungen dar. Der BildungsRahmenPlan ist ein Bekenntnis der Landesregierungen aller Bundesländer zum Bildungsauftrag der elementaren Bildungseinrichtung und deren Stellenwert für die Bildungslaufbahn der Kinder.

Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungsein- richtungen. Vertiefende Ausführungen zum "Bundes-
länderübergreifenden Bildungsrahmenplan"

Die Bedeutung eines qualitätiv hochwertigen elementaren Bildungsangebotes wird durch die Einführung des verpflichtenden letzten Kindergartenjahres ab Herbst 2010 unterstrichen. Dadurch sollen alle Kinder, unabhängig von ihrer sozioökonomischen und kulturellen Herkunft, bestmögliche Chancen für ihre weitere Bildungslaufbahn erhalten. Vor diesem Hintergrund wurde von Bund und Ländern vereinbart, ergänzend zum bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlan, der seit 2009 vorliegt, ein integriertes Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen beim Charlotte Bühler Institut zu beauftragen. Ziel des Moduls ist es, spezifische Bildungsansprüche und Lernbedürfnisse fünf- und sechsjähriger Kinder aufzuzeigen und als Ausgangspunkt für die Unterstützung und Dokumentation der individuellen kindlichen Lernprozesse zu berücksichtigen.

Das vorliegende Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen bietet Grundlagen zur Gestaltung qualitätsvoller Bildungseinrichtungen, um Interessen und Begabungen zu fördern bzw. Benachteiligungen auszugleichen. Ziel ist es, jedes Kind als eigene Persönlichkeit in seiner Ganzheit anzunehmen und seine autonomen Bildungsprozesse intensiv und nachhaltig zu unterstützen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Lernform Spiel und der konstruktiven Gestaltung von Bildungsprozessen durch Kinder und Erwachsene zu. Lernarrangements, die Kinder zum Reflektieren eigener Lernprozesse anregen, unterstützen die Entwicklung und Differenzierung der personalen, sozialkommunikativen und lernmethodischen Kompetenz sowie der Sachkompetenz. Darüber hinaus wird die Förderung der Transitionskompetenz von Kindern und deren Familien im Hinblick auf den bevorstehenden Schuleintritt thematisiert.

Kinder im Jahr vor dem Schuleintritt. Leitfaden für die häusliche Betreuung sowie die Betreuung durch Tageseltern

Vor dem Hintergrund des verpflichtenden letzten Kindergartenjahres unterliegen auch Eltern und Tageseltern dem gesetzlich verpflichtenden Auftrag, fünf- und sechsjährigen Kindern, die keine elementare Bildungseinrichtung besuchen, bestmögliche Chancen für ihre weitere Bildungslaufbahn und das lebenslange Lernen zu bieten. Der Leitfaden für die häusliche Betreuung sowie die Betreuung durch Tageseltern ist die Grundlage für die pädagogische Arbeit mit Kindern im Jahr vor dem Schuleintritt. Er beschreibt die spezifischen Bildungsansprüche und Lernbedürfnisse fünf- und sechsjähriger Kinder. Inhaltlich sowie in seinem Aufbau orientiert sich der Leitfaden sowohl am "Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich" als auch am "Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen".

Der Leitfaden enthält zahlreiche Anregungen, welche Kompetenzen fünf- und sechsjähriger Kinder unterstützt werden sollen. Durch die beispielhaft angeführten Bildungsimpulse bietet der Leitfaden Grundlagen zur Gestaltung von Bildungsanregungen, die sich am individuellen Entwicklungsstand jedes Kindes orientieren, um seine Interessen und Begabungen zu fördern bzw. Benachteiligungen auszugleichen.

Werte Leben, Werte bilden - Weiterbildung im Kinder- garten

Wertvolle Bildungsarbeit Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Kindergartenalltags, denn Werte entstehen in der Begegnung mit Menschen. Grundlegend für die Weiterbildung im Kindergarten ist, dass sich PädagogInnen der Werthaltungen der Kultur, in der sie leben, ihrer eigenen Wertvorstellungen, der Werte der Bildungseinrichtung sowie der Werthaltungen der Kinder und Familien bewusst sind. In der Interaktion mit den Kindern werden Werte primär über Normen und Regeln vermittelt und erlebbar gemacht. Im pädagogischen Team und im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit Eltern und Erziehungsberechtigten werden Wertvorstellungen und Werthaltungen hingegen auch direkt thematisiert. Wie Wertebildung im Kindergarten praktiziert werden kann, ist Inhalt dieser Broschüre. Sie bietet die Möglichkeit, die eigene Arbeit mit ihren spezifischen Herausforderungen zu reflektieren und neue Impulse, Anregungen und Tipps für die Wertebildung im Kindergarten zu bekommen.

Bundesländerübergreifender verpflichtender Leitfaden, der auf die Vermittlung grundlegender Werte der österreichischen Gesellschaft in kindgerechter Form abzielt.

     2017 Werner Malesics

Kindergarten
Wimpassing an der Leitha

Tel.: +43 (0)2623-73569
E-Mail: kigawimpassing@gmail.com

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag 06.30 - 16.30 Uhr
Freitag 06.30 - 15.00 Uhr