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Sprachstandsfeststellung

Ein zentraler Teil des Maßnahmenpakets zur frühen sprachlichen Förderung ist die Feststellung eines allfälligen Sprachförderbedarfs in den institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen durch Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen beziehungsweise durch andere geschulte Kräfte.  Damit soll  sichergestellt werden, dass Kinder mit Eintritt in die erste Schulstufe der Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch nach den „Bildungsstandards zur Sprech- und Sprachkompetenz zu Beginn der Schulpflicht“ möglichst beherrschen.

Mit den beiden 2010 entwickelten Instrumenten "Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz in Deutsch von Kindern mit Deutsch als Erstsprache" (BESK 2.0) sowie dem "Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz in Deutsch von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache" stellt der Bund den Ländern geeignete Verfahren zur Verfügung. Alternativ kann auch auf ein vergleichbares auf sprachwissenschaftlicher und kindergartenpädagogischer Basis festgelegtes Instrumentarium, das eine eindeutige Aussage über den allfälligen Bedarf an früher Sprachförderung ermöglicht, zurückgegriffen werden (siehe länderspezifische Umsetzungen).

 

Grundsätzliches zur Sprachstandsfeststellung

Um Kinder mit einem erhöhten Bedarf an sprachlicher Unterstützung zeitgerecht zu identifizieren, führen geschulte PädagogInnen anhand der Kriterien des je gewählten Beobachtungsverfahrens  spätestens 15 Monate vor Schuleintritt eine gezielte, systematische Beobachtung des Kindes durch. In spielerischer Form und mit besonderer persönlicher Zuwendung wird  das Kind in Alltags- und Spielsituationen, in Gesprächen und beim Vorlesen beobachtet und so sein Sprachstand "festgestellt". Die Beobachtung ist nicht an eine einmalige Sitzung gebunden. Sie erstreckt sich über eine angemessene Zeitdauer, in der optimale Sprachsettings hergestellt und genutzt werden können.

Methode und Durchführungsschritte
Die Methode der Beobachtung ist ein grundlegendes Element der pädagogischen Arbeit. Wahrnehmung, Beobachtung und Interpretation der erhaltenen Ergebnisse stehen grundsätzlich zu Beginn jeden pädagogischen Handelns. Die Sprachstandsfeststellung ist daher in ihrer Methodik weit entfernt von einem formalen Test. Vielmehr reiht sie sich in den Reigen grundlegender pädagogischer Qualitäten ein, die dem Kind hochgradig zugutekommen.
Die konkrete Durchführung bzw. Umsetzung obliegt den Ländern. Die Verantwortlichen werden von den zuständigen Referaten über die konkreten Schritte informiert. Die Eltern werden zeitgerecht über die Maßnahmen und ihre Ziele in Kenntnis gesetzt.

Ziele

Ziel der Sprachstandsfeststellung ist es, Kinder mit besonderem Bedarf an sprachlicher Unterstützung und Begleitung zu identifizieren.
Bei Kindern mit Deutsch als Erstsprache wird eine altersbezogene Einschätzung vorgenommen: Es wird überprüft, ob das Kind über seinem Alter entsprechende sprachliche Kompetenzen verfügt.
Für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache wird die Kontaktdauer mit dem Deutschen, das bedeutet  die bisherige Lerndauer des Deutschen  zur Einschätzung der Deutschkenntnisse berücksichtigt. Um ein der sprachlichen Realität mehrsprachiger Kinder gerecht werdendes Bild zu erhalten, sind nach Möglichkeit auch die erstsprachlichen Kenntnisse in den Blick zu nehmen.

Die erhaltenen Ergebnisse bieten eine Dokumentationsgrundlage für eine prozessorientierte Verlaufsbeobachtung. Aus den ermittelten Ergebnissen können Folgerungen für die Planung individueller Fördermaßnahmen gezogen werden.

     2017 Werner Malesics

Kindergarten
Wimpassing an der Leitha

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